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Wohnen in Paris: Tipps für Studenten

von Miriam Larson-©VoltaireOnline.eu-
"Ich will in Paris wohnen!...Bloß wie?"
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Paris- ein äußerst beliebtes Studentenziel
Viele junge Leute haben nach dem Abitur große Pläne. Einige möchten sofort anfangen zu studieren und manche möchten sich ersteinmal eine Auszeit gönnen. Mich hat es sofort nach Paris gezogen. Da mein Paris-Abenteuer etwas unorganisiert war und ich die ganze Sache sehr blauäugig angegangen bin, habe ich für euch eine Art Online-Handbuch erstellt mit praktischen Tipps um eure Paris Pläne zu erleichtern.
Das allgemeine Wohnen in Paris:
Als aller Erstes muss jeder Person, die vor hat nach Paris "auszuwandern", klar sein wie unerhört teuer die Mieten in der französischen Hauptstadt sind und wie schwer es ist, eine Wohnung zu bekommen. Zudem kommt, dass der Standard der Wohnungen in Paris nicht so hoch ist wie in Deutschland. Das bedeutet, dass die Wohnungen und Zimmer viel kleiner sind, es oft keine richtige Heizung (sondern Elektroheizung) gibt, und dass man des öfteren Angebote von Zimmern im 6. oder 7. Stock ohne Fahrstuhl liest. Man sollte also nicht so anspruchsvoll sein, da man schließlich in der schönsten Stadt der Welt leben will! Im Vergleich zu meiner Heimatstadt Berlin sind de Mieten doppelt bis viermal so hoch. Ein kleiner Vergleich: In Berlin hatte ich eine 2-Zimmer-Wohnung mit 42m², warm, für 380 Euro gemietet. In Paris wohne ich zu zweit in einer 42m² Wohnung mit sehr ungemütlichem Bad und ich zahle 510 Euro, genau wie meine Mitbewohnerin. Und das ohne Heizung. (Und um diese Wohnung werden wir sogar beneidet!) Wer dazu meint, er würde eine Wohnung sofort bekommen wenn er genung Geld hat, liegt falsch. Die französischen Vermieter stellen extrem hohe Ansprüche an zukünftige Mieter und erwarten viele Sicherheiten.
Der Anfang: Wo suche ich nach einer Wohngelegenheit?
Bevor man anfängt, blind nach Inseraten zu suchen, sollte man sich überlegen, wie man wohnen möchte.
Hier ein kleiner
Überblick
:
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"Chambre de bonne": Das Chambre de bonne ist wörtlich genommen das Zimmer der Hausangestellten. Damals hatten viele Familien eine Haushälterin die in einem Zimmer, mit den anderen Haushälterinnen im Dachgeschoss gelebt hat. Das bedeutet, dass in fast jedem Pariser Wohngebäude die letzte Etage, meist der 7. Stock, mehrere solcher Zimmer hat. Diese Zimmer sind 12m² oder mehr groß (die meisten sind eigentlich kleiner, aber dürfen aus rechtlichen Gründen nicht vermietet werden..), und haben Dusche und Kochnische neben Bett und Schreibtisch. Das W.C. ist meistens im Flur. Ein angemessener Preis für solche Chambres de bonne liegt bei 350- 550 Euro, je nach Lageund Ausstattung. Die Chambres kann man entweder auf pap.fr finden, oder bei fusac.fr, welches ein französisch-amerikanisches Online Magazin ist. Man findet dort auch viele interessante Angebote für Zimmer im Tausch gegen ein paar Stunden Babysitten. Bei der amerikanischen Kirche hängen auch oft Inserate oder beim Goethe Institut. (Goethe Institut)
Vorteile: Man wohnt allein und hat somit sein eigenes Reich. Die Mieten können relativ preiswert sein (wenn man Glück hat). Oft hat man eine schöne Aussicht.
Nachteile: Oft teilt man sich das W.C. und muss in den 6. Stock zu Fuß. Leider kommt es manchmal vor, dass gerade Ausländern diese Zimmer angeboten werden und zwar du exorbitanten Preisen...
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Studio: Das Studio ist eine Art 1-Zimmer-Wohnung: Also Zimmer mit meistens Kochnische und Bad/W.C. Die Studios sind in Paris sehr begehrt und befinden sich auch oft im letzten Stockwerk, sind aber besser ausgestattet und isoliert und manchmal mit echter Heizung. Die Mieten sind dafür höher. Am billigsten findet man Wohnungen direkt vom Eigentümer auf Particulier à Particulier Bei Immobilienmaklern zahlt man meist eine Monatsmiete Honorar, dafür sind die Angebote oft besser.
Vorteile: Man wohnt allein und hat sein eigenes W.C. und Bad.
Nachteile: Es kann sehr teuer sein! Die Miete liegt je nach Arrondissement und Austattung bei 500+ Euro.
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Wohngemeinschaft: WGs sind in Paris im Kommen. In Deutschland ist diese Art zu leben üblicher als in Paris, aber man findet auch in Paris des öfteren WG-Angebote.
Vorteile: Wenn man einen auf "Friends" machen möchte, hat man viele Vorteile: Man muss nicht alleine kochen und essen, kann mit anderen Studenten zusammen fernsehen, lernen oder Party machen und findet schnell Anschluss. Natürlich ist die Miete und das "Leben" an sich etwas billiger,weill die Einkäufe oft geteilt werden und desto mehr Mitbewohner, desto billiger ist der Mietanteil. Nachteile: Wer eine WG gründen will, hat es oft schwerr denn Vermieter stehen einem Bündel Studenten oft msstrauisch gegenüber. Ausserdem gibt es einige Grundregeln zu befolgen, um glücklich zusammen zu wohnen, z.B.: Gemeinschaftsräume (Bad, Küche, Wohnzimmer) müssen immer sauber verlassen werden, man muss die Zahlungsfristen genau einhalten, damit nicht ein Mitbewohner "in der Patsche" steckt, und es kann kompliziert werden, alle Anteile gerecht aufzuteilen. Wenn man vorhat, Besuch zu bekommen, muss man seine Mitbewohner vorher um Erlaubnis fragen. Gerade als Ausländer bekommt man aber Besuch! Die Zimmer in derWG werden nicht alle gleich groß oder gemütlich sein. So gibt es oft Durchgangszimmer oder mini Zimmer. Das muss gerecht vergeben werden. WG-Zimmer kann man im Internet ganz gut finden, zum Beispiel bei Colocation oder Kel Coloc. Das System im Internet ist im Vergleich zu Deutschland etwas kompliziert, funktioniert aber gut. Man muss zum Beispiel ein paar Euro zahlen um die Telefonnummer der Person zu bekommen.
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Wohnen bei einer Familie: Man kann natürlich auch bei einer Familie wohnen, zum Beispiel als Au-Pair. Hier leb es sich so ähnlich wie in einer WG, ausser dass man nicht unter jungen Leuten ist, sonder in einer Familie und deshalb entwas leiser und ordentlicher sein muss. Dafür kennen sich die Eltern natürlich besser aus mit allen Formalitäten und wenn man eine Frage hat zu diesen, dann kann man sich sicher sein, dass die Gasteltern einem helfen. Auch hier kann man bei Inserate finden.